Im Juli dieses Jahres hat sich der Landtag auf Initiative der Steirischen Volkspartei mehrheitlich für ein Kopftuchverbot an Schulen ausgesprochen. Heute wurde es im Nationalrat beschlossen.
Ziel des Verbotes ist es, Mädchen und junge Frauen vor religiösem Zwang, patriarchalen Strukturen und gesellschaftlichem Anpassungsdruck zu schützen. Zahlreiche internationale Studien und pädagogische Erfahrungswerte belegen, dass das sogenannte „Kinderkopftuch“ oftmals nicht als Ausdruck gelebter Religionsfreiheit, sondern als Symbol der Unterdrückung, Frühsexualisierung und Abgrenzung fungiert. Besonders in Bildungseinrichtungen stehen Mädchen unter sozialem Druck, ein Kopftuch zu tragen, während westlich gekleidete Gleichaltrige zunehmend diskriminiert werden.
ÖVP-Klubobmann Lukas Schnitzer zum nun beschlossenen Kopftuchverbot: „Das heute im Nationalrat beschlossene Kopftuchverbot ist ein starkes Zeichen – wir wollen, dass junge Mädchen ohne religiösen Zwang aufwachsen können. Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, man darf Toleranz aber nicht falsch verstehen. Junge Mädchen brauchen sich in Österreich nicht unter einem Kopftuch verstecken, es ist schlicht ein Zeichen der Unterdrückung und hat somit in unserer Gesellschaft keinen Platz.“
