Themen & Anliegen 2018-03-04T14:51:16+00:00

Meine Themen und Anliegen

Die beste Gesundheitsversorgung für die Steirerinnen und Steirer, ein nachhaltiges zukunftssicheres Pflegesystem sowie eine effiziente und effektive Landesverwaltung stehen im Zentrum meiner Arbeit im Landtag Steiermark.

Gesundheit

Mehr Nähe, bessere Qualität und mehr Beteiligung. Das sind die Ziele, die mit dem Gesundheitsplan 2035 verfolgt werden. Diese zu erreichen und die Gesundheitsversorgung für die Steirerinnen und Steirer Schritt für Schritt noch besser zu machen, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit im Landtag.

Ein großes ambitioniertes Vorhaben, hat unser Gesundheitslandesrat Christopher Drexler formuliert, nämlich die beste Gesundheitsversorgung der Welt für die Steirerinnen und Steirer sicherzustellen. Dazu gilt es nicht nur die hohe Qualität in der Versorgung aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen, sondern es geht auch darum, die Präventionsarbeit zu stärken, die damit einhergehenden Behandlungskosten zu dämpfen und somit unser hervorragendes steirisches Gesundheitssystem nachhaltig abzusichern.

In der ersten Hälfte der Gesetzgebungsperiode hat uns die Weiterentwicklung der steirischen Gesundheitsversorgung bereits intensiv beschäftigt. Es wurden die nötigen Beschlüsse der Landesregierung und des Landtages gefasst. Der erste Umsetzungsschritt ist der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) 2025. Dieses Reformvorhaben wird uns auch weiterhin begleiten. Und es wartet noch viel Arbeit auf uns. Leitspitäler müssen spitzenmedizinische Versorgung mit neuen, zusätzlichen Versorgungsfächern anbieten können. Neben Facharztzentren werden bis 2025 vor allem 30 Gesundheitszentren ergänzend zu den Praxen der Allgemeinmedizin aufgebaut, die durch multiprofessionelle Teams interdisziplinäre und wohnortnahe Leistungen anbieten. Für die Umsetzung dieser Pläne werde ich mich im Landtag weiterhin mit ganzer Kraft einsetzen.

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Pflege

Die Menschen werden immer älter. Damit einhergehend verändert sich die Pflegelandschaft. War es vor einiger Zeit noch gang und gäbe, Angehörige zu Hause zu betreuen, lässt der gesellschaftliche Wandel dies künftig immer weniger zu. Dass Pflege sich immer mehr in öffentliche Einrichtungen verlagert, führt zu einer großen Kostenbelastung für Länder und Gemeinden. Wir müssen daher mit Nachdruck – Bund, Länder und Gemeinden zusammen – daran arbeiten, ein langfristiges, nachhaltiges Modell zu entwickeln, um eine qualitätsvolle Pflege auch für die nächsten Jahrzehnte abzusichern.

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan für pflegebedürftige Personen – 2025 stellt eine Bestandsaufnahme der Pflegelandschaft in der Steiermark dar und stimmt alle notwendigen Versorgungsstrukturen entlang des zu erwartenden Bedarfs aufeinander abstimmen. Dabei gilt weiterhin der Grundsatz „mobil vor stationär“, der auch für mich in der politischen Debatte rund um die Pflege an erster Stelle steht. Schließlich entspricht das dem Wunsch des überwiegenden Teils der Steirerinnen und Steirer, so lang wie möglich zu Hause gepflegt zu werden. Und da haben wir in der Steiermark einen Aufholbedarf bei den extramuralen Leistungen und vor allem bei der Unterstützung der Angehörigen. Denn das Thema „Demenz“ stellt alle vor enorme Herausforderungen.

Wichtige Ziele im Pflegebereich bleiben für mich die Standardisierung des Case- und Caremanagements für Pflege, die Betrachtung der notwendigen strukturellen Adaptionen für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen in der altersbedingten Langzeitpflege sowie die Festlegung zur Hospiz- und Palliativversorgung.

Verwaltung

Im täglichen Leben ist uns selten bewusst, wie viele unterschiedliche Bereiche die Verwaltung des Landes Steiermark eigentlich umfasst. Von der Schule bis zur Bezirkshauptmannschaft, von der Impf- bis zur Passstelle oder von der Sozialarbeit bis zur Straßenerhaltung. In all diesen Bereichen sind die Wirtschaftlichkeit, die Effizienz und die Effektivität die wichtigsten Maßstäbe.

Stabilität und Verlässlichkeit werden von unserer Landesverwaltung erwartet. Um dies dauerhaft sicherstellen zu können, braucht es aber auch geeignete Rahmenbedingungen. Reformen werden oft beschworen, aber nur selten werden Einsparungs- und Effizienzsteigerungspotentiale genutzt. „Nur“ Personaleinsparungen Jahr für Jahr umzusetzen, ist auf Dauer der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht dienlich. Das Land Steiermark hat Verwaltungsreformen auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene durchgeführt. Damit wurden zwar Effizienz und Einsparungen erreicht, aber es fehlt eine Aufgabenreform. Dieser Weg soll mit Behutsamkeit und Wertschätzung gegenüber der Leistungen der Bediensteten fortgesetzt werden. Denn wir brauchen eine starke öffentliche Hand wo sie notwendig und zielführend ist, aber keine Belästigung der Steirerinnen und Steirer mit überbordenden Verpflichtungen und Bürokratie. Dafür hat die Politik zu sorgen.

Aufgrund der immer komplizierter werdenden Aufgabenstellungen braucht die Landesverwaltung kompetente und engagierte Bedienstete, die nicht durch unnötige Arbeit beschäftigt werden, sonder mit denen wir unser Land weiter zukunftsfit machen. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir nach den durchgeführten Organisationsreformen nun auch eine echte Aufgabenreform mit klarer Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden folgen lassen.

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Soziales

Als diplomierte Sozialarbeiterin ist mir natürlich auch der Sozialbereich ein großes Anliegen und da ganz besonders der Kinder- und Jugendhilfebereich. Es sollen jene Menschen, die unsere Hilfe brauchen, rasch unterstützt werden, aber es muss auch eine klare Abgrenzung zu jenen geben, die einfach einen „bequemen Weg“ gehen wollen. Hier ist Solidarität jedes Einzelnen und der Gesellschaft gefragt. Bezogen auf die Kinder- und Jugendhilfe ist mir wichtig, dass Unterstützung für die Familien so rasch wie möglich und auch präventiv erfolgt. Denn dadurch sind Maßnahmen eher akzeptiert und weniger einschneidend. Um jedoch die soziale Unterstützung fair und zielgerichtet weiterentwickeln zu können, brauchen wir in der Politik dringend die notwendigen Zahlen und Daten was, wie und wofür ausgegeben wird. Diese Transparenz, verknüpft mit der Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung, zeigt uns den Weg, welchen wir in den einzelnen Bereichen im Sozialsystem einschlagen sollen. Unser Ziel muss es sein, die Steuerung unseres sehr komplexen Sozialsystems so funktionstüchtig zu gestalten, dass künftig jene Steirerinnen und Steirer, die Hilfe tatsächlich brauchen, sie auch erhalten.

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